Betrüger bei Facebook – So erkennen sie Fake Accounts

Facebook ist das beliebteste soziale Netzwerk. Leider wird die Freude daran durch Betrüger getrübt, die es vor allem auf das Geld der Teilnehmer abgesehen haben. Es gibt Maßnahmen, die dabei helfen können, diese Betrüger rechtzeitig zu erkennen.

Betrüger bei Facebook in Gestalt guter Bekannter

Ein gern gewählter Trick von Betrügern bei Facebook besteht darin, öffentlich frei zugängliche Profile zu kopieren. Sie verwenden Fotos und Beschreibungen und erstellen hiermit ein zweites, dem ersten sehr ähnliches Profil. Anschließend gehen sie die (öffentliche) Freundesliste der betreffenden Person durch und verschicken Freundschaftsanfragen.

Werden diese angenommen, wird im weiteren Kontakt per Nachrichtensystem um die Herausgabe persönlicher Daten und weiterer Informationen gebeten. Hier gilt es also, auf seltsam erscheinende doppelte Profile zu achten. Ein schon vorhandener Freund, der mit einem Zweitprofil eine erneute Freundschaftsanfrage stellt, sollte skeptisch machen.

Eine gute Vorsichtsmaßnahme besteht darin, bei der betreffenden Person nachzufragen und sie um Bestätigung zu bitten, dass dieses Zweitprofil zu ihr gehört. Falls das nicht der Fall sein sollte, ist eine Meldung bei Facebook wichtig, damit der Betrüger bei Facebook mitsamt dem Profil aus dem System entfernt werden kann.

Betrüger bei Facebook in Gestalt attraktiver Menschen

Eine weitere Falle, die Betrüger bei Facebook gerne nutzen, sind Fotos attraktiver Menschen, mit deren Hilfe ein Profil erstellt und in vorgeblich romantischer Absicht Kontakt aufgenommen wird. Frauen sind hier häufig besonders jung und schön, während Männer als starker Beschützer erscheinen.

Reiseratgeber

Verzwickte Situationen und schwere Schicksalsschläge

Entsteht ein Kontakt, wird meist eine rührende Geschichte erzählt oder es wird versucht, eine virtuelle Liebesbeziehung aufzubauen. Irgendwann kommt es dann dazu, dass der Betrogene um Geld gebeten wird – meist aufgrund eines erfundenen schrecklichen Ereignisses oder aufgrund einer erfundenen Notlage.

Alternativ werden zum Beispiel Links verschickt, hinter denen sich nach dem Anklicken schädliche Software verbirgt. Manchmal wird auch die Herausgabe persönlicher Daten erschlichen. Hier gilt es, misstrauisch zu bleiben und einen anscheinend aussichtsreichen Flirt lieber nicht einzugehen – vor allem dann nicht, wenn der deutsche Schriftwechsel offensichtlich nur mit Hilfe einer automatischen Übersetzung zustande kommt.

Allgemein hilfreiche Tipps gegen Facebook-Betrüger

Von Prominenten oder anderen Personen gestohlene Fotos lassen sich mit einer Fotosuche bei Google erkennen. Hierzu wird das betreffende Foto in die Bildersuche kopiert. Häufig ist bei Betrugsverdacht eine entsprechende Anfrage bei Google erfolgreich und ergibt, dass das Foto zu einem Prominenten oder zu einer ganz anderen Person gehört.

Weiterhin sollte die Privatsphäre bei Facebook so eingestellt werden. dass möglichst nur Freunde (oder nur der Profilinhaber selbst) Zugriff auf Fotos und relevante Informationen haben. Freundschaftsanfragen sollten nur nach einem Austausch mehrerer Nachrichten akzeptiert werden.

Außerdem ist es wichtig und sinnvoll, bei jedem Verdacht die Meldefunktion des sozialen Netzwerkes zu nutzen, damit das Profil von der zuständigen Stelle geprüft werden kann. Helfen kann auch die folgende Checkliste:

  • Ist das Profil ganz neu?
  • Erscheint das Profil seltsam leer?
  • Gibt es trotz der Leere bereits einige Freunde aus diversen Ländern?
  • Sind die Fotos außergewöhnlich schön?
  • Erscheint die Reaktion auf eine Nachfrage ungewöhnlich und seltsam?

Video: Betrüger auf facebook

Ein gesundes Misstrauen ist gerade bei Facebook angebracht

Auch, wenn es viel Freude machen kann, neue Menschen bei Facebook zu adden – die Gefahren für das eigene Bankkonto sind durchaus real. Deshalb sind Vorsichtsmaßnahmen aller Art niemals übertrieben, sondern auf jeden Fall angebracht. Wichtig ist es, das eigene Konto so privat wie möglich zu halten.

Außerdem sollten Freundschaftsanfragen – gerade solche von Menschen aus fremden Ländern oder von besonders attraktiven Personen – nur zögerlich angenommen werden. Selbstverständlich sollte es sein, keine fragwürdigen Links anzuklicken und auch bei lange bestehendem Kontakt kein Geld zu überweisen.

Titelbild: ©istock.com – diego_cervo

Sören Dammert

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