Wie erkenne ich eine Spionage App auf meinem Handy?

Im Zeitalter moderner Technologien ist Datendiebstahl ein zunehmendes Problem, dem immer mehr Menschen zum Opfer fallen. Denn insbesondere spezielle Handy-Apps machen es Kriminellen sehr leicht, Mobiltelefone auszuspionieren und an die sensiblen Daten fremder Personen zu gelangen. Mit ein paar einfachen Tricks ist es jedoch für jeden – auch Technik-Laien – ein Kinderspiel, ungewollte Schadsoftware auf dem eigenen Handy zu erkennen.

Vor der Überprüfung der Software: Hardwarefehler ausschließen

Wie erkenne ich eine Spionage App auf meinem Handy? Um diese Frage zu beantworten und festzustellen, ob auf dem Handy eine solche App installiert ist, sollte dessen Software genauestens beobachtet werden. Denn Schadsoftware äußert sich in bestimmten Auffälligkeiten.

Kurz gesagt: Das Handy verhält sich nicht mehr so, wie es das den Einstellungen und der Funktionalität gemäß tun sollte. Da die Auffälligkeiten allerdings auch andere Ursachen haben können, ist es wichtig, solche vorab auszuschließen. Die beste Möglichkeit dafür ist es, das Handy beim Hersteller zur Reparatur einzuschicken.

Das Mobilfunkgerät wird von diesem dann einer umfassenden Überprüfung unterzogen, in der festgestellt wird, ob dessen Hardware beschädigt ist. Sollte die Überprüfung zum Ergebnis geführt haben, dass mit dem Handy alles in Ordnung ist, wird es an den Kunden mit der Anmerkung zurückgeschickt, es seien keine Hardwarefehler gefunden worden.

Im Umkehrschluss muss also etwas mit der Software nicht stimmen. Normalerweise liegt das an einer auf dem Handy installieren Schadsoftware, etwa einer Spionage App.

Wie erkenne ich eine Spionage App auf meinem Handy?

Die größte Auffälligkeit für eine Spionage App auf dem Handy ist zweifelsohne ein erhöhter Akkuverbrauch, für den keine andere Ursache, wie beispielsweise eine falsche Helligkeitseinstellung, gefunden werden konnte.

Schadsoftware, die das eigene Handy ausspioniert, ist nämlich mit Hintergrundprozessen verbunden, durch die der Akku verstärkt beansprucht wird. Darüber hinaus sind Probleme beim Herunterfahren des Mobiltelefons ein Anzeichen für gefährliche Hintergrundprozesse, die aufgrund von installierter Schadsoftware ablaufen.

Wenn dieses also ungewöhnlich lange zum Rebooten braucht oder gar ungewollt rebootet, dann sollte einen das stutzig machen. Eine weitere Auffälligkeit für die Schadsoftware ursächlich sein kann, sind merkwürdige Textnachrichten, die dem Handynutzer aus unerfindlichen Gründen zugeschickt werden.

Meist erhalten diese geheimen Codes, über die die Schadsoftware gesteuert wird. Zu guter Letzt lässt sich eine Spionage App auch an einem ungewöhnlich hohen Datentraffic erkennen.

Deshalb sollten die Einzelheiten der monatlichen Telefonrechnung stets genaustens unter die Lupe genommen werden.
Weiteres Vorgehen, um eine Spionage App auf dem Handy zu erkennen

Folgende Auffälligkeiten sind also charakteristisch für eine Spionage App:

  • Höherer Akkuverbrauch
  • Probleme beim Herunterfahren
  • Merkwürdige Textnachrichten mit geheimen Codes
  • Ungewöhnlich hoher Datentraffic

Reiseratgeber

Einige Spione lassen sich mit dem bloßen Auge erkennen

Darüber hinaus lohnt sich bei Verdacht auf Schadsoftware ein umfassender Check aller auf dem Handy installierter Apps. Sollten Anwendungen entdeckt werden, die „monitor“ oder „spy“ im Namen tragen, dann handelt es sich bei diesen mit hoher Wahrscheinlichkeit um die gesuchten Spionage Apps.

Andere Programme, die nicht derart offensichtlich die Funktion des Datendiebstahls erfüllen, können unter Umständen mit einer Antiviren-Software entdeckt werden. Eine solche könnte also zusätzlichen Schutz für das eigene Mobiltelefon bieten. Dennoch sollte nie außer Acht gelassen werden, dass bestimmte Schadsoftware aufgrund hoher Leistungsstärke nur sehr schwer erkannt werden kann.

Video: Handy Spionage

Fazit – wie erkenne ich eine Spionage App auf meinem Handy?

Die Frage: „Wie erkenne ich eine Spionage App auf meinem Handy?“, lässt sich also nur mit dem Verweis auf bestimmte Auffälligkeiten beantworten. Zwar führt eine Überprüfung auf eben jene nicht zu dem sicheren Schluss, dass Schadsoftware auf dem eigenen Handy installiert ist, aber sie stellen zumindest einen wichtigen Indikator dar.

Titelbild: ©istock.com – Neokryuger

Sören Dammert

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