Rückwärtssuche von Handynummern: So kann der Besitzer ermittelt werden

Es ist jedem schon einmal passiert. Ein Anrufer mit einer unbekannten Nummer hat auf dem Handy angerufen und keine Nachricht hinterlassen. Ohne zu wissen, um wen oder was es sich handelt, möchte man nicht zurückrufen. Umgekehrt lässt der Gedanke dann meist keine Ruhe, wer die Anruferin oder der Anrufer war. Dann hilft eine Rückwärtssuche weiter. Wie aber funktioniert eine Handynummer Rückwärtssuche?

Möglichkeiten der Rückwärtssuche

Bevor offiziellen Stellen eingeschaltet werden, gibt es unterschiedliche Herangehensweisen, wie man zunächst selbst versuchen kann, die Handynummer durch Rückwärtssuche herauszufinden:

  • online Telefonverezichnisse
  • Googlesuche
  • Mailbox anrufen

Viele Anbieter – wenig Ergebnisse

Theoretisch verhält es sich so, dass jede Handynummer finden lassen müsste, bei welcher der Besitzer der Veröffentlichung von Name und Nummer nicht ausdrücklich widersprochen hat. Die wenigsten Benutzer tun dies. Trotzdem sind es in aller Regel eher Zufallstreffer, wenn die Rückwärtssuche bei „Das Örtliche“, „11880“ oder „klicktel“ erfolgreich verläuft. In mehr als neun von zehn Fällen ergibt eine solche Suche keinen Treffer.

Trotzdem sollte zunächst ein Versuch unternommen werden, weil diese Portale wenn sie ein Ergebnis liefern auch besonders zuverlässig sind. In der Regel werden bei diesen Suchmaschinen verschiedene Schreibarten für die Handynummern akzeptiert. Trotzdem sollte man möglichst die reine Nummernfolge mit oder ohne internationale Vorwahl eingeben.

Video: Rückwärtssuche bei Telefonnummern

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Google liefert oft Treffer für  die Handynummer Rückwärtssuche

Viele Anbieter im Internet verlangen bei der Anmeldung auch die Angabe einer Mobilfunk Nummer. Zuweilen können diese Daten auf Wunsch des Users öffentlich hinterlegt werden. Daher besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich Treffer bei der Nummerneingabe bei Google ergeben.

smartphone mit einer großen Lupe auf dem Display
Hierbei ist es wichtig, möglichst viele unterschiedliche Schreibweisen einzugeben. Neben der reinen Nummer einschließlich der verschiedenen Formen der Vorwahl gehören hierzu auch Trennzeichen wie „-“ oder „/“.

Denn gegebenenfalls wurde die Nummer auch einmal im Eintrag in einem Forum veröffentlicht und hier können die unterschiedlichsten Schreibweisen auftreten. Auch die Verwendung von Klammern und Leerzeichen kann zu einer positiven Veränderung bei den Suchergebnissen führen. Insofern gehört zur Rückwärtssuche bei Google immer ein wenig Geduld und Erfindungsreichtum.

Der direkte Weg: die Mailbox anrufen

Der überwiegende Teil der Handybesitzer hat auf die Mailbox den eigenen Namen aufgesprochen. Insofern lässt sich auch auf diesem Wege herausfinden, von wem man denn nun eigentlich angerufen worden ist. Denn die Mailbox lässt sich anrufen, ohne dass gleichzeitig auf dem Handy ein eingehendes Gespräch angekündigt wird.

Um die Mailbox zu einer gewünschten Handynummer direkt kontaktieren zu können müssen je nach Anbieter der betreffenden Nummer ein paar Zahlen eingefügt werden. Bei der Telekom muss hierzu die „13“ nach der Vorwahl eingegeben werden. Bei Vodafone ist es die „50“, bei e-plus die „99“ und bei O2 die „33“. Wichtig bei dieser Technik ist, dass zuvor die Übertragung der eigenen Rufnummer ausgeschaltet wurde.

Auch der Gang über offizielle Stellen ist möglich

Sofern es sich bei den Nummern um lästige Werbeanrufe handelt, können entsprechende Service Nummern oftmals über Verbraucherportale im Internet ermittelt werden, die diesbezüglich über eigene Datenbanken verfügen.

Noch einen Schritt weiter lässt sich im Falle krimineller Handlungen gehen. Wenn in solchen Fällen lediglich ein Vorname und die Handynummer eines Täters bekannt sind, kann durch richterlichen Beschluss eine Ermittlung des Täters über den jeweiligen Netzanbieter vorgenommen werden.

Reiseratgeber
Allerdings müssen hierfür gewichtige Gründe vorliegen, weil die den Nummern zugeordneten Daten selbstverständlich grundsätzlich dem Datenschutz unterliegen und nur bei entsprechend schweren Straftaten heraus gegeben werden.

Insofern gibt es zwar nicht die eine todsichere Möglichkeit der Handynummer Rückwärtssuche aber doch eine Reihe von Wegen, um an die gewünschten Informationen im Hinblick auf einen unbekannten Teilnehmer zu kommen.

Titelbild:©istock.com – Gajus
Textbild: ©istock.com – dolgachov

Sören Dammert

Hinterlasse einen Kommentar