Mutwillige Sachbeschädigung nachweisen

Eine mutwillige Sachbeschädigung ist nicht nur ärgerlich, sondern häufig auch schwer zu beweisen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, wie man zu seinem Recht kommt und zukünftigen Sachbeschädigungen vorbeugen kann.

Beweise am Tatort sichern

Kommt es zu einem Vandalismusakt, dann ist es vorab wichtig abzuschätzen, ob es sich tatsächlich um eine Sachbeschädigung handelt oder um eine Substanzverletzung.

Bei einer Substanzverletzung handelt es sich um leicht entfernbare Verunstaltungen. Beschmiert jemand ein Fahrzeug mit Dreck, ohne dabei gravierende Schäden am Lack zu verursachen, wäre es in diesem Fall eine Substanzverletzung. Kommt es zu einer Sachbeschädigung, sollte im ersten Schritt die Polizei informiert werden. Das ist insofern wichtig, dass diese fachgerecht die Beweise an einem Tatort sichert.

Damit es zu keiner Verfälschung der Beweise kommt, ist es wichtig, dass alles bis zum Eintreffen der Polizei unberührt bleibt. Im ersten Schockmoment neigen viele Geschädigte dazu, die beschädigten Objekte anzufassen. Das kann aber dazu führen, dass wichtige Beweise zerstört werden.

Beweise von Profis sammeln lassen

Eine mutwillige Sachbeschädigung wird nur selten aufgeklärt, noch seltener von der Polizei. Ungünstig für Geschädigte ist zudem, dass die Beweislast immer beim Geschädigten liegt. Gerade wenn es zu wiederholten Akten von Vandalismus kommt, sollte man sich für die Sammlung von Beweisen an einen Profi wenden. Detektive sind auf solche Fälle spezialisiert und können dort helfen, wo die Polizei nicht genügend Ressourcen hat. Zudem vertrauen mögliche Zeugen Informationen einem Detektiv eher an, als der Polizei.

Gegenüber der Polizei herrscht bei Zeugen eine gewisse Reserviertheit, zu der es häufig nicht bei einem Detektiv kommt. So gelangen Detektive oft an mehr Beweise, auf die sie ihre Recherchearbeit aufbauen können.

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Auf frischer Tat ertappen

Kommt es regelmäßig zu Sachbeschädigungen, dann macht es Sinn eine Detektei für eine Überwachung zu beauftragen. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Vandale auf frischer Tat ertappt wird und mit etwas Glück von den Profis sogar bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden kann.

Nachhaltige Sicherung von Objekten

Wer bereits Opfer einer mutwilligen Sachbeschädigung geworden ist oder in einer Region wohnt, wo es häufig zu Vandalismus kommt, der sollte präventive Maßnahmen ergreifen. Diese Maßnahmen haben einerseits den Effekt, dass sie Täter schon im Vorfeld abschrecken und andererseits können Überwachungsanlagen installiert werden, die Beschädigungen an Objekten dokumentieren. Zu den wichtigsten Maßnahmen einer nachhaltigen Sicherung von Objekten gehört:

  • durch Bewegungsmelder aktivierbares Licht
  • eine Videoüberwachung
  • sicher verschlossene und nur schwer überwindbare Zäune und Tore

Kommt es zu bestimmten Vorfällen, wie einem heftigen Nachbarschaftsstreit, die Trennung von einem Partner oder sind andere Ereignisse zu erwarten, die möglicherweise eine mutwillige Sachbeschädigung zur Folge haben könnten, sollten potenzielle Gefahrenbereiche gesichert werden. Dies gilt nicht nur für private Personen, sondern auch für Unternehmen. Nicht selten rächen sich ehemalige Mitarbeiter mit Vandalismus am Betriebseigentum, weil sie glauben ungerechtfertigt gekündigt worden zu sein.

Wer bestimmte Objekte versichert, der kann von seinem Versicherungsträger einige Maßnahmen bereits vorgeschrieben bekommen.

Diese sollten in jedem Fall ausgeführt werden, denn findet eine mutwillige Sachbeschädigung statt, kann sich die Versicherung weigern den Schaden zu begleichen, wenn keine ausreichenden Maßnahmen zur Sicherung ergriffen wurden.

Objekte gegen Sachbeschädigung versichern

Kaum jemand ist vor einer mutwilligen Sachbeschädigung sicher. Ein Teil möglicher Beschädigungen lässt sich über verschiedene Versicherungen abdecken. Es besteht zudem die Möglichkeit, zusätzliche Versicherungspakete für Gebäude oder andere Objekte wie Fahrzeuge in Anspruch zu nehmen. Wichtig ist jedoch, dass man Objekte entsprechend gut sichert und die Polizei im Ernstfall informiert wird.

Titelbild: ©istock.com – Cineberg

Sören Dammert

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